À Dieu Karl !


Karl Lagerfeld, der Große ist tot — er wurde 85 Jahre alt. Eine prominente Stimme der Vernunft ist für immer verstummt.


Sein Tod ist ein bisschen wie Artensterben.
Einen wie Karl Lagerfeld gibt es nicht oft in dieser Welt: Brillanz, native Intelligenz, Kreativität und einzigartige schöngeistige Begabung gepaart mit niemals ruhender schöpferischer Emsigkeit, einer vielumfassenden Multi-Bildung, stets geistesgegenwärtigem Scharfsinn und einer beträchtlichen Dosis sarkastischen Humors bei gleichzeitig hoher Sensitivität und Sensibilität für das Richtige und das Falsche, für Recht und Unrecht.

Es litt ihn wohl auf dem Olymp dieser Welt, auf dessen einsame Höhe ihn sein unvergleichliches Talent und sein geradezu besessenes Bemühen um professionelle Perfektion schon früh gehoben haben. Er war eine lebende Legende. Weltweites Ansehen, Anerkennung sowie größte kreative und wirtschaftliche Erfolge wichen ein Leben lang nicht von seiner Seite.

Dabei ist die Wertschätzung für den unendlichen Fleiß, der das begnadete Können und den gelungenen Lebensentwurf des Hamburger Großbürgersohns aus der wohlhabenden Familie des „Glücksklee“- Produzenten stets und ohne jede Ermüdung bis an sein Lebensende begleitete, besonders in unserem Staate alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Nur dreißig Jahre nach dem grandiosen Scheitern des fatalen sozialistischen Fehlversuchs im Osten dieses Landes, der nahezu zwei Generationen seinen als Geiseln eingezäunt gehaltenen Bewohnern die Früchte ihrer Arbeit vorenthalten hat und die ihm ausgelieferten Menschen mit Erschießungen an seinen Grenzen am Davonlaufen hinderte, frönt unsere entseelte links-ideologisierte Politik einer widerwärtigen Neidkultur, die jedes selbstbestimmte individuelle Streben nach persönlichem Erfolg und persönlichem Wohlstand als verwerflich verunglimpft und diffamiert, während sie nahezu jedem individuellen Scheitern, jeder Leistungsverweigerung sowie besonders nahezu jedem in gleich welcher Hinsicht verkorksten Lebenslauf mit Empathie und wohlwollendem Verständnis begegnet , wenn ihn nicht sogar glorifiziert.

Statt das freiheitlich westliche Lebensideal und die liberale Marktwirtschaft, sowie die Freiheit der eigenen Lebensgestaltung, für die der Verstorbene stand und die unsere Bundesrepublik in der früheren Nachkriegs-Vergangenheit so erfolgreich und so lebenswert gemacht haben, zu stärken und zu verteidigen, haben unsere links und grün fanatisierten Politversager genau dieses gelungene Lebens-Modell zu ihrem dedizierten Feind erklärt und führen jeden Tag durch die Hintertür ein Stück mehr des überholten staatlichen Dirigismus ein, der jahrzehntelang zu Not, Mangel, Unterdrückung auf der anderen Seite des „Eisernen Vorhangs“ und letztlich zu dessen Überwindung geführt hat.

Auch dies bekam Karl Lagerfeld deutlich zu spüren. Ausgerechnet sein Geburtsland machte sich nach dem bekannten Muster, dass der Prophet nichts im eigenen Land gilt, nur wenig aus seinem großen Sohn.

Dazu eckte der große Karl in Deutschland immer wieder mit seinen Zitaten an.

«On ne peut pas tuer des millions de juifs pour faire venir des millions de leurs pires ennemis après.» ( Man kann nicht Millionen Juden umbringen, um dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land zu holen. – aus dem Französischen )

Besonders als sich der prominente, durch und durch liberale und Religions-tolerante Schöngeist im Jahre 2017 öffentlich und überaus pointiert mit dem obenstehenden klaren und Geschichts-bewussten Ausspruch gegen die verantwortungslose und Geschichts-vergessene Islam-Judenhass-Einlass-Politik der deutschen Kanzlerin und ihrer Entourage stellte, erlebte er einen wahren Entrüstungssturm durch die Islam-affinen Merkel-Claqueure und ihre Medien.

Eine Versöhnung oder Einsicht in die Richtigkeit der These von Lagerfeld ist bis über seinen gestrigen Tod hinaus nicht erfolgt.

Es bleibt zu befürchten, dass Chanel wohl auch künftig auf Frau Merkel als Kundin verzichten muss. Sie dürfte ohnehin nicht Karls Zielgruppe gewesen sein.

Dafür werden jetzt und künftig wohl die Engel im Himmel Chanel tragen.

Adieu Karl — Die Welt ist ärmer geworden ohne Dich — Du wirst uns fehlen !!!

Dr. Rafael Korenzecher

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4 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Korenzecher,
    was für ein wundervoller, tiefgründiger und auch berührender Nachruf, der dem außergewöhnlichen Genie Karl Lagerfeld nicht nur großen Respekt erweist, sondern ihm auch absolut gerecht wird. Dafür möchte ich Ihnen einfach nur danken. Während sich die meisten Nachrufe meist in einer Auflistung biografischer Eckpunkte erschöpfen, enthält Ihre letzte Verneigung – auch und vor allem – eine weise und poetische Kraft, die aus dem Herzen kommt. Karl Lagerfeld wird uns fehlen – ja, sehr sogar. Ganz besonders in dieser Zeit, die alles vermissen lässt, was Karl Lagerfeld ausgezeichnet und ausgemacht hat. Und ja, die Engel im Himmel werden jetzt und künftig Chanel tragen. Ein schwacher, aber wenigstens ein schöner Trost.
    Herzliche Grüße,
    Stephanie Lenz

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  2. Ja, auch mich hat Ihr sehr bewegender Nachruf tief beeindruckt, Herr Dr. Korenzecher.
    Zitat:“Es bleibt zu befürchten, dass Chanel wohl auch künftig auf Frau Merkel als Kundin verzichten muss. Sie dürfte ohnehin nicht Karls Zielgruppe gewesen sein“. Rein theoretisch: Hätte sie ihn trotzdem um ein passendes Outfit gebeten, der Meister der Haute Couture hätte ihr sicherlich einen extravaganten Sack kreiert, die Asche dazu gratis geliefert.
    Schade, Karl, dass Du nicht mehr unter uns weilst.

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  3. Vielen Dank Herr Dr.Korenzecher für Ihre ehrliche und empathische Laudatio auf den Verstorbenen, der weiterleben wird.
    Ja mein lieber Eden, da lag unser langjähriger Gesinnungszirkel mit seiner Eloge auf diesen wunderbaren Menschen, einem Vorbild für alle die guten Willens sind, richtig.Er hat nämlich zur höheren Ehre unseres Landes gewirkt.International war er hochgeschätzt. Ihm gebührt wahrlich das Lorbeergebinde um das Denkerhaupt.Merci Monsieur Lagerfeld ,sie sind ein bedeutender Deutscher und ein leuchtender Stern in einer für unsere, auf sehr bitteren Wegen errungene Demokratie, so bleiernen Zeit.

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