und dem Herrn ein Wohlgefallen ……. die Kirche in den Zeiten Benedikt, des Deutschen


Wie konnten wir nur so klein sein in unserem Glauben.

Der christliche Altruismus und die unverbrüchliche Liebe zu den älteren jüdischen Brüdern haben sich durchgesetzt. Die Pius-Bruderschaft hat die väterlichen Ermahnungen des „Heiligen Vaters“ angenommen und verwehrt nun ihrem allzu aufrichtigen und sehr bösen englischen Bischof zur Strafe einen schrecklich wichtigen Seminarposten in Argentinien.

Süßer die Glocken nie klingen. Jeder Zweifel an der Lauterkeit und grenzenlosen Güte und Liebe der Vatikan-Boys und ihres unfehlbaren Chefs zu den Menschenkindern im allgemeinen und den jüdischen Brüdern im besonderen ist im Winde verweht und vergessen. Weihnachten kommt jedes Jahr wieder und alles wird wieder gut……. fast alles.

Wäre da nicht der kleine Schönheitsfehler, dass Williamson immer noch sagt , was er sagt, und er immer noch da ist, wo er ist — gemeinsam mit seiner in den Schoß der Kirche auf Wunsch und Veranlassung des großen, nein größten Brückenbauers reintegrierten Bruderschaft, währen dieser gerade seinem Namen alle Ehre macht und als deutscher Papst – assistiert von seinen sich in Nibelungentreue übenden bischöflichen Ministranten wie Mixa und Co. – in unübertroffener Weise Brücken zwischen Christen und Juden baut.

Ist aber auch wirklich zu vertraxt und fast nicht zu fassen, welche abenteuerliche Argumentationsakrobatik, welche abwegigen, hirnkranken, fadenscheinigen und scheinheiligen Einwände dem schon beim Gaza-Bereisen durch Ghettovergleiche auffällig gewordenen Bischof Mixa und gleichgesinnten Konpatres sowie nicht wenigen der hiesigen Kommentatoren bei der Schelte der deutschen Kanzlerin allen Ernstes nicht einfältig genug waren, um mehr oder minder mühevoll verdeckt, ihre – schon mit der Muttermilch seit Generationen aufgesogene – pathologische Abneigung gegen Juden auszuleben – häufig , ohne eigentlich zu wissen, warum sie die Juden, deren geistiger, religiöser und kultureller Leistung sie ihre gesamte eigene Kultur inclusive Gott, Gottessohn und Kirche und sogar Moschee zu verdanken haben, mit derart unbeirrbar unbelehrbarer Verbissenheit ablehnen.

Das wirklich Beängstigende und der eigentliche Skandal ist nicht die Existenz verbohrter Kreaturen wie Williamson und deren pathologischer Leugnung eines in der Menschheitsgeschichte ebenso einzigartigen wie umfassend dokumentierten Verbrechens. Es ist auch nicht einmal die kaum hinter vermeintlicher Desinformiertheit cachierte Rechtslastigkeit eines auf der Karriereleiter vom kadaver-gehorsamen Anhänger der “ völkischen Bewegung“ zum Papst aufgestiegenen ehemaligen Hitlerjungen und seine ganz offenkundige Sympathie und erstrebte Zusammenarbeit mit ewiggestrigen, verfassungswidrigen Organisationen wie der Pius-Bruderschaft – was anderes sollte von ihm wohl erwartet werden – es ist – trotz Angela Merkel – vielmehr der große Rückhalt, den der Vorbehalt gegen Juden in der deutschen Öffentlichkeit landesweit genießt und den die vielerorts vorgefundenen Kommentare in bisweilen grotesk anmutender Eintracht mit dem islamistischen Judenhass nur allzu deutlich dokumentieren.

Dabei sind den Kommentatoren kein noch so abstruser Querverweis, keine noch so verquaste Argumentationsblüte zu verheuchelt und zu fernab vom tatsächlichen Sachverhalt, um sie beim Verbreiten ihrer antijüdischen Ressentiments nicht einzusetzen:

Von CDU-Hohmanns Tätervolkgefasel und dem bereits von Walser propagierten Schlussstrich unter die gezielt durch das vermeintlich organisierte Weltjudentum zur Erpressung und Aussaugung des deutschen Volkes eingesetzte Holocaustkeule, über die immer wieder in schönem Einvernehmen mit islamistischen Judenhassern wie jüngst in Gaza behaupteten schrecklichen Atrozitäten der jüdischen Mordmachinerie gegen das ach so wehrlose und von den Juden in schlimmster Nazi-Manier ghettoisierte, friedliebende palästinensische Volk, über das hypokritische Argument zum selbstverständlichen Recht auf Zweifel und Meinungsfreiheit, das man ja schliesslich auch Holocaustleugnern im Stile Williamsons zubilligen muß und das paradiesischer Weise und besser als in Deutschland bereits im Iran verwirklicht ist, wo im Gegensatz zur Ausübung der Religionsfreiheit und anderer Menschenrechte – die Infrage-Stellung der Gaskammern und des Holocaust an den Juden ja völlig legitim ist, — bis zur haarsträubend enttarnenden, jeden geschichtlichen Zusammenhang verächtlich negierenden und jeder erlebten Erfahrung Hohn sprechenden Behauptung ehemaliger deutscher Minister wie Norbert Blüm, dass Christen ja gar keine Antisemiten sein können — findet ziemlich jede noch so abenteuerliche Apologie für eingefleischte Judenfeinde hierzulande ihre dankbare Anhängerschaft.

Hauptsache ist, es zeigt mal jemand – sehr zur Freude des bundesweit applaudierenden sonst nicht realisierbaren multi-kulti Chors der Claqueure von rechts und links – den Juden was ‘ne Harke ist und wir bleiben Papst.

Dr. Rafael Korenzecher

  1 comment for “und dem Herrn ein Wohlgefallen ……. die Kirche in den Zeiten Benedikt, des Deutschen

  1. Uriel Adiv
    Oktober 28, 2009 um 2:20 pm

    Lieber Rafael,
    ich bin Freund von Gudrun Schönberg aus Jerusalem und entfernter Verwandter von der Frau Symcha Karolinskis. Es mag sein, dass wir uns einmal vor 100 Jahren in der Kantstraße begegnet sind.
    Ich bin im Moment auf der Suche nach Familienspuren und suche eben jetzt Symcha, Frau und Kinder. Laut Telefonbuch finde ich sie nicht in Berlin.
    Könnten Sie mir hier bitte weiterhelfen?
    Leider konnte ich keine andere Verbindungsmöglichkeit finden und schreibe daher auf dieser Maske…
    Beste Grüße aus Jerusalem,
    Uriel

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