Eine Stärkung für den Antisemitismus — Zum 100.ten Jahrestag des Kriegsendes WW I


In aller Frühe des heutigen Tages vor genau einhundert Jahren kam der Erste Weltkrieg zum Halten. Zwischen 05:12 Uhr und 05:20 Uhr des 11.November 2018 unterschrieb der damals gerade 43 Jahre alt gewordene Zentrumspolitiker Matthias Erzberger den ihm von dem Oberbefehlshaber der aliierten Entente-Truppen Marschall Foch faktisch diktierten Waffenstillstand zwischen den Kriegsparteien.

Erzberger war Zivilist und Leiter der kaiserlichen Waffenstillstands-Kommission. Geboren wurde er als Sohn eines Schneiders und nebenberuflichen Postboten in Württemberg , in dem kleinen Ort Buttenhausen, dessen Einwohner zu einen Hälfte aus Protestanten und damals noch zu anderen Hälfte aus Juden bestanden, währen sein Elternhaus — ungewöhnlich genug — eine der wenigen dort ansässigen katholischen Familien war.

Großer Ehrgeiz und das unablässige Streben, die soziale Enge seiner Herkunft für ein bedeutenderes Leben hinter sich zu lassen, hatten ihn sehr schnell aufsteigen lassen. Er heiratete reich und war schon mit 28 Jahren nach einem abgebrochenen Studium jüngster Abgeordneter Württembergs.

Erzberger war das, was man heute einen reinen Berufs- und Karrierepolitiker nennen würde. Ein Typus, wie wir ihm heute besonders in der Partei der grünen Studien- und Ausbildungs- Abbrecher mehr als es dieser Republik gut tut begegnen.

Dies, sein unbändiger Geltungsdrang und seine fehlenden militärischen Kenntnisse machten es den großsprecherischen, aristokratischen Verantwortlichen für diesen grauenvollen Krieg und den militaristischen und ewig-gestrigen nationalistischen Kräften leicht, ihn als Bauernopfer für den schweren Gang nach Canossa zu missbrauchen.

Der Kaiser in seiner Großmannssucht hat diesen sinnlosen, eine neue Dimension des Grauens und die Büchse der Pandora öffnenden Krieg ohne Sinn und Verstand, ohne Rücksicht auf sein Volk und die anderen Völker schlechthin sowie ohne jede wirkliche Not vom Zaun gebrochen.

Die Militärmaschine und ihre Generalität haben nahezu 10 Millionen junger Männer als Soldaten in einem nicht enden wollenden grausamen 24 Stunden Beschuss in Graben und Stellungskämpfen und mit Giftgaseinsätzen in den Tod geschickt und kaum weniger ebenso junge Männer auf der Seite der vermeintlichen Feinde getötet. Allein auf deutscher Seite gab es 20 Millionen zum Teil Schwerstverwundete dazu weitere 7 Millionen tote Zivilisten — Männer, Frauen und Kinder.

„Im Deutschen Reich leisteten im Kriegsverlauf 13,25 Millionen Mann Militärdienst. Das Russische Reich hatte etwa 12 Millionen Männer zum Kriegsdienst herangezogen, von denen 1,85 Millionen starben. Von den knapp 8,1 Millionen eingezogenen Franzosen überlebten 1,3 Millionen (≈ 16 %) den Krieg nicht. Das Britische Weltreich hatte insgesamt etwa 7 Millionen Soldaten eingesetzt, von denen 850.000 nicht aus dem Krieg zurückkehrten. Österreich-Ungarn zählte bei 7,8 Millionen Soldaten etwa 1,5 Millionen Gefallene (≈ 19 %), auf italienischer Seite waren es bei 5 Millionen Soldaten fast 700.000. Die anteilsmäßig größten Verluste erlitten Rumänien, Montenegro und Serbien: Von 700.000 serbischen Soldaten starben etwa 130.000. Insgesamt verlor Serbien kriegsbedingt etwa 11 % (rund 540.000 Menschen) und Montenegro 16 % seiner Bevölkerung.

Der Krieg hinterließ dramatische Lücken in der Demografie Deutschlands (mehr noch in jenen Frankreichs, Serbiens, Montenegros und der Türkei) und erzeugte eine noch nicht gekannte soziale Not bei Kriegswaisen und –witwen.

Unter den Verwundeten befanden sich zahlreiche mitunter bis zur Unkenntlichkeit entstellte Invaliden, die mit vorher unbekannten, der neuen Waffentechnik geschuldeten (Gesichts) – Entstellungen und Amputationen in ein Zivilleben entlassen wurden, das noch keine moderne Prothetik, Ästhtetik oder berufliche und medizinische Rehabilitation kannte.

Unzählige ehemalige Weltkriegssoldaten starben nach dem Kriegsende noch an den Folgen von Kriegsverletzungen und mitgebrachten Krankheiten in relativ niedrigem Lebensalter.

Zu den Verwundeten müssen zahlreiche Kriegsdienstverweigerer hinzugezählt werden, die psychisch unfähig zum Militärdienst waren; sie wurden – zur „Aufrechterhaltung der Moral der Truppe“ – zu Gefängnisstrafen verurteilt und inhaftiert oder in Anstalten psychiatrisiert.

Zu den militärischen kamen die zivilen Opfer: Die Blockade gegen die Mittelmächte führte alleine in Deutschland nach einer vom Völkerbund beauftragten Untersuchung aus dem Jahre 1928 zu 424.000 Hungertoten ( Steckrübenwinter ), andere Schätzungen vermuten bis zu 733.000.

Spätestens nach der Abdankung des Kaisers hätten — wie es in einer derartigen Situation üblich ist — die Militärs, hätten die Hindenburgs und die Ludendorffs das Waffenstillstandsabkommen aushandeln und unterzeichnen müssen. Das Militär hatte versagt und wusste das spätestens seit der gescheiterten deutschen Frühjahrsoffensive 1918. Die deutsche Militärführung befürchtete zu Recht den Zusammenbruch der Westfront und das Vordringen feindlicher Truppen auf das Reichsgebiet.

Die Niederlage eingestehen sollte aber ein Zivilist. . Das publikumswirksame Abschieben der Verantwortung auf zivile Volksvertreter durch die Oberste Heeresleitung schuf eine Grundlage für die spätere Verbreitung der Dolchstoßlegende.

Anfang Oktober 1918 ernannte der neue Reichskanzler Prinz Max von Baden den politischen Aufsteiger Erzberger zum Staatssekretär ohne Portefeuille. Er wurde zum Leiter der deutschen Waffenstillstandskommission berufen und auf Wunsch Paul von Hindenburgs nach Compiègne geschickt.

Also fuhr Mathias Erzberger , der ja selbst noch gegen das bessere Wissen des Militärs sehr lange dem Trugbild eines deutschen Siegfriedens und später eines Verständigungsfriedens nachhing , nach Frankreich und versuchte die Unterwerfung zu verhandeln. Das scheiterte jedoch gründlich. Der Generalissimus der Sieger, Marshall Foch ließ sich aus überheblicher Siegerlaune nicht sprechen sondern demütigte Erzberger und die deutsche Delegation, indem er das mit einem 72-Stunden Zeit-Ultimatum versehene Waffenstillstands-Diktat an den deutschen Emissär über niedere und seiner Weisung untergebene Dienstränge übermitteln ließ.

Erzberger erschienen die Waffenstillstandsbedingungen, die gefordert wurden, als sehr hart, doch die Delegation der Entente-Mächte ließ Einwendungen nicht zu. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit telefonierte Erzberger mit Berlin. Hindenburg verlangte – ebenfalls ohne Kenntnis der Öffentlichkeit — aus Angst vor einem Zusammenbruch der Reichswehr die sofortige Unterzeichnung, egal zu welchen Bedingungen.

Darauf unterschrieb Erzberger als Bevollmächtigter des Deutschen Reiches in dem Salonwagen eines Eisenbahnzuges auf einer Lichtung in der Nähe des gleichnamigen Ortes das erste Waffenstillstandsabkommen von Compiègne ( französisch: Armistice de Rethondes ), das vorerst zwar nur mit England und Frankreich geschlossen wurde aber alle Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs, an dem immerhin zeitweilig 26 Staaten und 1,4 Milliarden Menschen beteiligt waren, formell beendete. ( zur Info: Erstes Abkommen, weil es noch ein zweites Waffenstillstandsabkommen von Compiègne gibt, das 1940 das Ende der Kampfhandlungen mit dem nicht von Hitlers Truppen besetzten Teil Frankreichs und Nazi-Deutschland regelt ) .

„Völkerrechtlich beendet wurde der Krieg allerdings erst mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrags am 28. Juni 1919. Dieser spätere Vertrag verpflichtete Deutschland zu Gebietsabtretungen und Reparationszahlungen. Der Vertrag von Versailles zwischen den 26 alliierten und assoziierten Mächten und dem Deutschen Reich wies dem Deutschen Reich die Alleinschuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu. Er sah für das Deutsche Reich große Gebietsabtretungen bzw. zeitweilige Gebietsbesetzungen vor, außerdem die Internationalisierung wichtiger deutscher Flüsse und den Verzicht auf alle Kolonien. Weiterhin verlangte der Vertrag die Auslieferung von Kriegsverbrechern, regelte die Auslieferung von Kriegsgefangenen und führte zur (zeitweiligen) Entmilitarisierung einiger dt. Gebiete (z. B. des Rheinlands) sowie zu drastischen Beschränkung der zahlenmäßigen Größe der deutschen Wehrmacht. Darüber hinaus belegte er das Deutsche Reich mit großen Reparationszahlungen.“ ( div.Quellen )


Danach kam alles wie es kommen musste und von der Heeresleitung vorgesehen war. Die Generäle und die rechten Nationalisten leugneten besiegt worden zu sein und bestritten somit auch die zwingende Unausweichlichkeit der Vereinbarung von Compiègne und des für Deutschland nachteiligen Friedens von Versailles.

Von den rechten Feinden der Weimarer Republik und den restaurativen Monarchisten wurde die sogenannte Dolchstoßlegende geboren, wonach Das Kaiserreich und sein Militär nicht im offenen Kampf mit dem Feind besiegt worden sein sollen, sondern hinterrücks gemeuchelte Opfer linker Defaitisten und vor allem der Juden geworden sind.

Für Matthias Erzberger endete diese Entwicklung tragisch. Nach einem missglückten rechts-terroristischen Anschlag , bei dem er angeschossen wurde, trafen ihn am 26. August 1921 zahlreiche von zwei Mitgliedern rechter Freikorps und Terrororganisationen unter anderem auch aus nächster Nähe in den Kopf abgegebene Schüsse tödlich.

Bei den Juden war bereits die Ausgangssituation vor dem Kriegsende nicht wirklich gut. Zwar stellte der nicht gerade als judenfreundlich bekannte Kaiser zu Kriegsbeginn eine Art Burgfrieden mit den Juden her — Am 4. August 1914 stimmte er in einer Thronrede vor dem Reichstag alle Deutschen auf den patriotischen Kampf ums Vaterland ein: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“

Auch die Juden des Reiches fühlten sich davon angesprochen. Fast 100.000 jüdische Soldaten haben auf deutscher Seite am Krieg teilgenommen. Man meldete sich zur Fahne und war stolz darauf, Kriegsdienst leisten zu können. Das war ein Bekenntnis zu Deutschland, ein Bekenntnis zu Preußen und ein Bekenntnis zum Kaiser. Das war jüdischer Patriotismus. Man zog in den Krieg, weil man der Überzeugung war, man müsste seine Pflicht leisten.“

In einer Münchener Ausstellung zeigen alte Fotografien wie jüdische Soldaten in kaiserlicher Uniform stolz wie alle anderen für ihre Familien posieren. Allerdings gibt es etwas, was einen großen Unterschied macht und einen deutlichen Eindruck von der Ausgrenzung und der späteren Katastrophe, die die Juden heimsuchte, vermittelt. Das Bedrückende an den gezeigten 20 Fotoporträts findet sich nämlich auf den Rückseiten der Fotos. Es ist nicht die Angabe des Geburtsjahres und des Heeresteiles. Es sind die Sterbeorte, die einen Ausschlag aus der Normalität abbilden. Es sind Sterbeorte, die so auf Fotos von Nichtjuden nicht zu finden sind. Sie lauten: Los Angeles, Newcastle, KZ Belzec, KZ Mauthausen, New York, KZ Kaunas, Zwangsarbeiterlager Trawniki und sprechen für sich.

Damals noch verbanden viele Juden mit dem bevorstehenden Waffengang die Hoffnung, durch ihren Einsatz fürs Vaterland und Kaiser endlich als gleichberechtigte Bürger anerkannt zu werden.

In der Realität jedoch gab es nach wie vor viele Schranken. Höhere Richterämter waren ihnen verwehrt, Universitätslaufbahnen blockiert, Offizierskarrieren nahezu ausgeschlossen. Doch zu Kriegsbeginn sah es so aus, als würden diese Schranken fallen. So konnten Juden nun auch Offiziere werden. Zudem wurde antisemitischer Agitation von kaiserlicher Stelle mit einer Zensur begegnet.

Darauf setzte man von jüdischer Seite Hoffnung , auch wenn die Wirklichkeit anders aussah und das Bild des jüdischen Soldaten ja nicht erst im Ersten Weltkrieg negativ verzerrt wurde .Hier gibt es eine lange Tradition. Juden als Soldaten wurden gern als Drückeberger und als wenig zuverlässige, schlechte Soldaten diffamiert.

Mit Petitionen und Denkschriften an das Kriegsministerium machten Antisemiten Front gegen die angeblichen „Drückeberger“. Bis sich das Ministerium zu einer umstrittenen Maßnahme entschloss: Im Herbst 1916 ordnete es eine „Judenzählung“ im Deutschen Heer an.

Während sich an den Fronten die Kämpfe immer länger hinzogen und schnelle Kriegserfolge ausblieben, verstärkten rechte Kreise ihre antijüdischen Kampagnen.

Mit der Judenzählung, die einen Schlag ins Gesicht jüdischer Deutscher darstellte, sollte von antisemitischer Seite nachgewiesen werden, dass Juden sich vor dem Dienst mit der Waffe drücken würden. Den ewigen Antisemiten in Deutschland passte es so gar nicht, dass Juden in der deutschen Armee als ihresgleichen angesehen und zu Offizieren befördert werden, sowie teilweise sogar Orden für ihre Verdienste erhalten.

Mit zunehmender Kriegsdauer und den sich immer mehr einstellenden Misserfolgen der Kriegsführung wurde immer klarer, dass man als Jude ausgegrenzt blieb, egal, ob man für das Vaterland in den Krieg gezogen war und sein Leben und seine Gesundheit für Deutschland geopfert hatte.

Angeblich um den Vorwürfen jüdischer „Drückebergerei“ begegnen zu können, ordnete das Kriegsministerium im Herbst 1916 eine Feststellung der Religions- und Konfessionszugehörigkeit aller Soldaten an. Das Ergebnis wurde nicht veröffentlicht, vermutlich weil es zeigte, dass Juden im richtigen proportionalem Verhältnis am Militärdienst teilnahmen.

1922 ergab eine genaue Untersuchung, dass von den 550 Tausend im Reichsgebiet lebenden Juden rund 100 000 in der Kaiserarmee dienten — davon 80 000 an der Front. Mindestens 12 000 jüdische Soldaten sind gefallen.

Mit 17,3 Prozent dienten somit anteilig ebenso viele deutsche Juden wie Nichtjuden, obwohl aus Alters- und Berufsgründen nur 15,6 Prozent der Juden wehrpflichtig gewesen waren. 77 Prozent von ihnen hatten an Fronteinsätzen teilgenommen. Sie stellten damit proportional fast ebenso viele Frontsoldaten wie die Nichtjuden.

Dies alles vermochte die wachsende antisemitische Agitation gegen Juden nicht mehr einzudämmen.

Schon ab dem furchtbaren Kriegswinter 1915/16 verstärkten die Antisemiten inner- und außerhalb des deutschen Heeres ihre Kampagnen gegen jüdische Geschäftsleute, Ladenbesitzer, Bankiers und Politiker. Im Militär wurden selbst über gefallene jüdische Soldaten Judenwitze erzählt .

Diese Pamphlete griffen auch bestimmte jüdisch-stämmige oder judenfreundliche Regierungsmitglieder an. Walther Rathenau gab sein damaliges Amt im Kriegsministerium angesichts dieser Anfeindungen auf. Er schrieb dazu im August 1916:

„Je mehr Juden in diesem Kriege fallen, desto nachhaltiger werden ihre Gegner beweisen, dass sie alle hinter der Front gesessen haben, um Kriegswucher zu treiben. Der Hass wird sich verdoppeln und verdreifachen.“ ( Walther Rathenau )

Nach der Niederlage 1918 sahen sich Juden vielfach mit dem Vorwurf des Vaterlandsverrats konfrontiert.
Vor 1918 waren die Antisemiten systemloyal. Sie hatten nichts gegen das Kaiserreich, sondern massiv etwas gegen die Position der Juden im Kaiserreich. Das war auch ähnlich so in Österreich oder Ungarn.

Nach Kriegsende entstand eine neue Situation: Der Kampf der restaurativen Kräfte gegen die Republik wurde gleichzeitig zu einem verbissenen und tätlichen Kampf gegen die Juden.

„Am Ende schlug die Hoffnung, mir der viele Juden 1914 in den Krieg gezogen waren, in bittere Enttäuschung um. Zwar fiel das Ancien-Regime und mit ihm tatsächlich die letzte Barriere auf dem Weg der Emanzipation. Doch die gesellschaftliche Atmosphäre war bereits zu Beginn der Republik nachhaltig vergiftet. Bereits 1917/18 gab es Stimmen, die sagten, es wird einen Krieg gegen die Juden nach dem Ende des großen Krieges geben.

„Wir müssen uns drauf gefasst machen, dass, wenn der Krieg verloren wird, man gegen uns losziehen wird. Und das ist ja dann auch so passiert.“ (J.Schoeps )

Zwar konnte damals niemand die bestialischen , von den Nazis bis zur industriellen Vernichtung betriebenen millionenfachen Morde gegen wehrlose jüdische Kinder, Männer und Frauen Europas voraussehen, aber ein wichtiger Meilenstein für den Weg zum 9. November 1938 und danach wurde am 11.November 1918 gelegt.

Paul Lebrecht, 1882 in Nürnberg geboren, drei Jahre lang jüdischer Frontsoldat im ersten Weltkrieg, von dem Auszüge seines Kriegstagebuches in München zu sehen sind, belegt exemplarisch dieses schreckliche jüdische Schicksal. In der Nacht des 9. auf den 10. November 1938 wurde er in seiner Geburtsstadt so schwer von SA-Schergen verprügelt, dass er zwei Tage später seinen schweren Verletzungen erlag. Der letzte Eintrag seines Diariums vom 11. Dezember 1918 lautete:

„Mein Optimismus hat mich zwar in politischer Beziehung, nicht aber in persönlicher Beziehung betrogen. Wie ich es bei Ausmarsch bestimmt voraussah, bin auch ich glücklich, gesund und wohlbehalten heimgekehrt.“ ( Paul Lebrecht )

Das heute in Europa abgehaltene Gedenken zum 100-jährigen Jahrestag des Endes des in seinem bedrückend von Erich Maria Remarque und anderen beschrieben Grauen aber auch in seiner Bedeutung für die heutige Situation in Deutschland, Europa, in Afrika und besonders auch im Nahen Osten nicht über zu bewertenden 1. Weltkrieges kann nicht Mahnung genug für uns alle sein.

Die schon wieder und diesmal hauptsächlich von linker Seite und durch die entseelt-suizidale Politik unseres linken Regierungsbündnisses nur 73 Jahre nach dem Ende der Shoah wieder zusehends wachsenden Verunmöglichung eines würdigen jüdischen Lebens ohne jedes demütigende Identitäts-Mimikry in Deutschland und in Westeuropa, wirft die bange Frage auf, ob unsere Politik die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogenen hat.

Man kann nicht Millionen Juden ermorden und dann Millionen ihrer schlimmsten Todfeinde einlassen, sinniert Karl Lagerfeld angesichts des enthirnten, durch unsere Verstand-verlassenen Pseudo-Bessermenschen geförderten massenhaften Einlasses gewalttätiger islamischer Rechtstaatverachtung und todbringenden gewalttätigen Judenhasses.

Nein lieber Karl Lagerfeld, kann man eigentlich nicht. Aber unsere Merkels , Co und schlimmer können ganz offensichtlich. Der deutsche Wähler jedenfalls hat mit der neu entdeckten irrsinnigen Zuneigung zu den grünen „Kauft-nicht-bei-Juden“ BDS-Protagonisten einen Weg gefunden ihnen dabei auch noch behilflich zu sein.

Dr. Rafael Korenzecher

3 Kommentare

  1. Vielen Dank fuer diesen hochinteressanten Rueckblick.
    Auf der anderen Seite ist es irgendwie ruehrend zu sehen, dass auch heute wieder, trotz allem, die deutschen Juden genauso voll integriert in den deutschen Mainstream wie damals waehrend des WW1 waren, und ihre Zustimmung zur erwahnten Massenansiedelung von Millionen Muslimen wohl genauso hoch ist wie die der nichtjuedischen Deutschen, naemlich rund 86 %.
    Vielleicht mit aehnlichen Ergebnissen, in der Zukunft?
    Apropos Zukunft, ein kurzer Blick nach vorn – z.Z. 3 Mio Merkel-Zuwanderern (die offiziellen Zahlen von rund 2 Mio sind m.E. Gefaelscht) mal Faktor 5 (historischer Erfahrungswert Familiennachzug) = 15 Mio,so ueber die naechsten 15 Jahre.
    Aber denken wir die Sache vom Ende her – vom Jahr 2100, in dem ein heute in D geborenes Kind statistisch gesehen die Augen schliessen wird: Die dt. autochtone („Biodeutsche“) Bevoelkerung liegt bei 20 Mio, von denen die meisten alt sein werden, der Grossteil wird afro-turk-maghrebinisch sein, bei angenommener Gesamtbevoelkerung von 90 Mio (dies ist kein Scherz, siehe z.B. https://gefira.org/en/2018/03/26/do-germans-still-belong-to-germany-in-the-near-future/), plus die Merkelzuwanderung seit 2015 mit Nachkommen, also circa 120 Mio auf dem Territorium des heutigen D. Hauptsprachen werden Arabisch, Tuerkisch, Farsi, Deutsch und Bantu sein. Der dann-Bundeskanzler (wenn es das dann noch gibt) wird so deutsch sein wie Bill Clinton American-Indian, die Zusammensetzung des Parlaments (wenn es das dann noch gibt – dessen Gebaeudeinschrift schon bald den neuen Verfassungsschutzchef auf den Plan rufen duerfte) wird so aussehen wie heute der Souk von Ouagadougou, was natuerlich bei 86 % Klatschhasen heute keine Verschlechterung darstellen muss, deutschenfeindlicher wird die Politik auch dann kaum sein, judenfeindlicher aber wohl schon.
    Aber, wie gesagt, die Mainstream-PArteien, die genau das so wollen, erfreien sich breiter Zustimmung, also wird es, fuer alle verdientermassen, so kommen – manchmal ist das Leben doch gerecht.

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  2. Vielen Dank Herr Dr. Korenzecher für diese kristallklare geschichtliche Darstellung, in der mit bedrückender Deutlichkeit aufgezeigt wird, mit welch unglaublicher Arroganz die führende Kak-Elite (kakos,altgr.= schlecht) über die Menschen herrschte, deren millionenfaches Leid und Elend sie verursacht hat. Aber solange Kaisern, Königen, Diktatoren, und ihren Vasallen,die verantwortlich sind für jeglichen Angriffskrieg, immer wieder Denkmäler gesetzt werden,Terroristen geehrt werden, ihnen Friedensnobelpreise verliehen werden, solange werden die Verbrechen an die Menschheit weitergehen. Solange vor diesen Denkmälern Kränze niedergelegt werden,salutiert wird und man sich verneigt, solange diese Denkmäler nicht als Schandmale, als Mahnung für die nachfolgenden Generationen, gekennzeichnet werden,solange wird sich Geschichte auch wiederholen.
    Und alle Politiker und ihre adulante Gefolgschaft, die an Gedenktagen ihre hohlen Sprüche vom Blatt ablesen und ihre Betroffenheitsfloskeln runterleiern und verkünden: „Wir haben verstanden“, alle die haben nichts verstanden, wenn sie mit ihren Fingern auf jene zeigen, die nicht mit dem Strom schwimmen, die sich kritisch äussern über sich zutragende Missstände, sich nicht vereinnahmen lassen von den Pseudo- Besserwissermenschen.
    Wie entsetzlich, dass die grosse Masse der Wählerschaft immer wieder auf die Giftmischer der Nation hereinfällt.

    Gefällt 1 Person

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