Jüdische Rundschau — Kolumne des Herausgebers Okt. 2018


Wie gewohnt — bevor der laufende Monat zu Ende geht: die Herausgeber-Kolumne aus der Oktober-Ausgabe der Jüdischen Rundschau.

kolumne-des-herausgebers-dr-r-korenzecher-360x460-360x4601

( Der Text wurde bereits Ende September verfasst und beansprucht daher keine tagespolitische Aktualität.)

———————-

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

das Sukkot-Fest und Simcha Thora liegen hinter uns. Das jüdische Jahr 5779 und der jährliche Thora-Zyklus haben wieder begonnen. Das ganze Jahr hindurch lesen die Juden in aller Welt die Thora von Anfang bis Ende, und beginnen nach Rosch Haschanah immer wieder aufs Neue – Jahr um Jahr, Jahrhundert um Jahrhundert, Jahrtausend um Jahrtausend. Sowohl der eigene Ursprung als auch die sehr oft leidvolle Geschichte des jüdischen Volkes werden von Generation zu Generation weitergetragen. Kein jüdisches Opfer wird jemals vergessen.

Trotz aller jahrtausendealten Anfeindungen verdanken die Christen und – wenn auch in sehr schlecht plagiierter Form – die Muslime ihren religiösen Ursprung und ihre religiöse Identität diesem heiligen Buch der Juden.
Besonders mit den Zehn Geboten haben die Juden der gesamten Menschheit und der Zivilisation auch im weltlichen Sinne einen ersten frühen, in seinem Grundwesen bis heute gültigen ethischen und moralischen Kodex dargebracht.

Leider lassen der uralte, vielfach noch bis heute in rechter Aggression gegen Juden perpetuierte christliche Antisemitismus und die Jahrhunderte währenden darauf gründenden Pogrome und Verfolgungen, die besonders im letzten Jahrhundert ihren tragischen, entmenschten Höhepunkt in der von deutscher Seite verübten Schoah erfahren haben, dieses Erbe häufig ebenso vergessen wie ganz besonders der heute wieder massiv weltweit aufgeflammte und täglich gelebte gewalttätige, die Vernichtung der Juden und des jüdischen Staates fordernde islamische Judenhass.
Die Schoah, das war nicht etwa ein einziger deutscher Mord an 6 Millionen Juden – das waren Opfer um Opfer sechs Millionen einzelne, bestialische Morde an jüdischen Kindern, Frauen und Männern, deren einzige Schuld darin bestand Juden zu sein.

Propagiert und initiiert wurden die unsäglichen Gräuel von einer gewählten deutschen, nationalen und sozialistischen Regierung. Begangen wurden die entmenschten Morde an unschuldigen Juden nicht etwa gegen den Willen, sondern mit lange anhaltender begeisterter Unterstützung der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes von zahllosen deutschen, zumeist auch christlichen Tätern und ihren willigen Helfershelfern und Kollaborateuren aus vielen Teilen Europas. Weitgehend mitgetragen und gerechtfertigt wurden sie von großen Teilen der beiden christlichen Kirchen, die in der bestialischen Ermordung von Juden keinesfalls einen Widerspruch zu ihrer christlichen Lehre mit ihren jüdischen Ursprüngen und ihrem jüdischen G’tt sahen.

Die Erinnerung und Nennung dieser simplen historischen Wahrheiten mögen schmerzen und vielen alles andere als willkommen sein, sind aber gerade angesichts der heutigen Erschütterungen und Verwerfungen unserer bundesrepublikanischen Gesellschaft unverzichtbar.
Ist es doch vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der christlichen und deutschen Täterschaft ungeheuerlich, wie gleichgültig, schmerzunempfindlich, indifferent und sogar wohlwollend der gegenwärtig größten Bedrohung jüdischen Lebens in Westeuropa und besonders in diesem Lande entgegengesehen wird. Darüber vermögen die durch Terroristen-Freunde und Terror-gegen-Israel-Versteher vom Schlage Steinmeiers, Gabriels, Nahles‘ und weiteren entseelt und inhaltsleer ritualisierten und stets pünktlichst abgespulten Heuchel-Gedenkfeiern für beliebte, weil tote Juden ebenso wenig hinwegzutäuschen wie die durch staatliche Unterstützung gewonnene Vereinnahmung der längst nicht mehr den Willen der hiesigen Juden repräsentierenden, gut domestizierten offiziellen jüdischen Vertreter.

16 Millionen Juden stehen 1,6 Milliarden Moslems gegenüber
Neben dem allgemeinen gesellschaftsimmanenten antijüdischen Vorbehalt, dem christlich-tradierten rechten Antisemitismus und den Gewalt-Aggressionen einer politik-bedingt wachsenden Zahl durch das sinnentleerte Leben am Rande der Debilität taumelnder Neo-Nazi-Glatzen haben sich der Islam, sein demokratie-verachtender hegemonialer Superioritätsanspruch und sein faschistoider Rassismus zu einer echten Bedrohung unserer gesamten westlichen Zivilisationen und vor allem des dort beheimateten jüdischen Bevölkerungsteils – auch in unserem Lande – ausgewachsen.
Den weltweit nur etwa 16 Millionen Juden steht in heutiger Zeit ein offen und unumwunden bekundeter gewalttätiger Vernichtungshass des Islam und der überwiegenden Vielzahl seiner ca. 1,6 Milliarden Anhänger entgegen.

Es ist schlichtweg nicht hinnehmbar, dass nur etwas über 70 Jahre nach dem Ende der hier verschuldeten schlimmsten Tragödie des jüdischen Volkes in unserem von einem linken Regierungsbündnis und seinen noch linkeren Verbündeten fehlgeleiteten Lande gewalttätiger, rassistischer islamischer Judenhass eingelassen und die damit verbundene steigende Gefahr für Leib und Leben vor allem der der jüdischen Minderheit kleingeredet, geduldet und durch den Mangel an entschlossener rechtlicher Sanktion faktisch unterstützt wird.

Der fahrlässige, verantwortungslose und geschichts-negierende „Der Islam gehört zu Deutschland“-Koexistenzunfug unserer etablierten links-doktrinären Parteien und der fast uniform gesinnungsgleichen Medien ist verantwortlich für die auch weiterhin einzelfall-bagatellisierten, beinahe täglichen und nahezu ausschließlich von Muslimen auf unseren Straßen begangenen Messerangriffe gegen alle und jeden. Unsere Politik und ihre linken, längst am Wählerwillen vorbei regierenden Akteure tragen die Verantwortung für die unser aller Verhalten und Leben verändernde, sich geradezu täglich verschlechternde Sicherheitslage aller Bürger und ganz besonders auch für die hierzulande zunehmende Verunmöglichung eines würdigen jüdischen Lebens, in dem Juden frei und ohne demütigendes Identitäts-Mimikry und ohne offiziöse von jüdischer Vertreterseite geäußerte und von unserer Exekutive befürwortete Empfehlung auskommen, sich zu verkleiden und ihre jüdische Identität zu verbergen, während die muslimischen Kleidungs-Privilegien auf unseren Straßen täglich neue Urstände feiern und sogar vor der Frauen-entrechtenden Ganz-Vermummung nicht halt machen müssen.

Anderes ist auch von einer Regierung und einem Parlament, die sich sogar den eigenen Nationalfeiertag, der für die langersehnte und friedlich vollzogene Wiedervereinigung stehen sollte, als Devotion an den das Land so erheblich spaltenden Islam zu einem „Tag der Moschee“ zweckentfremden lassen, wohl auch nicht zu erwarten.

57 Islam-Regime sind genug
Dabei sind 57 weltweit vom Islam dominierte Unrechtssysteme und die Islam-generierte Veränderung unserer Gesellschaft Nachweis genug: Der Islam verfolgt ein mit der Demokratie unseres Stils unvereinbartes Anliegen, das dort, wo er die Mehrheit bildet, keinesfalls auf bunte Multi-Kulti-Vielfalt sondern auf uniforme, monolithische Unterwerfung und Unterdrückung aller andersgläubigen Minderheiten gerichtet ist und diese auch rücksichtslos und mit Gewalt durchsetzt.
Die Quittung für diese beklagenswerte Strukturauflösung unserer bislang wundervollen, noch freiheitlich-demokratischen Republik ist längst in den aus Angst vor Diffamierung noch viel zu hoch für die Regierungs-Parteien und ihre Verbündeten ausfallenden Wahlumfragen.
Die GroKo ist bereits keine GroKo mehr, sondern repräsentiert nur noch eine Minderheit der Wähler.
Die Wählerzustimmung für die neue Opposition steigt trotz der dort unzweifelhaft zunehmenden rechtslastigen Unappetitlichkeiten drastisch. Kurzum, Frau Merkel, Frau Nahles und die Ihren sind mit ihrer entseelten Islam-Einlass-Politik gnadenlos gescheitert. Sie sind verantwortlich für den größten Rechtsruck in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und der beste und verdienteste Wahlhelfer der neuen Opposition.

Das einzig Überraschende daran ist die hilflos wirkende Überraschung der Verlierer-Parteien. Dabei war klar, dass die täglich auf unseren Straßen gelebten Beweise islamischer Aggression und Rechtsverachtung sowie die ideologische Nicht-Thematisierung der existierenden Probleme vor allem mit der Rechtsverachtung vieler Muslimen, den Wähler auf Dauer ebenso wenig über das Versagen unserer Politik täuschen können, wie vorsätzliche Themenverfehlungen.
Dazu gehört auch die vorsätzliche Überzeichnung nicht in nennenswertem Umfang existierender Problemstellungen sowie die sehr nach schlechtem Verlierer aussehende Verteufelung der neuen Opposition. Über eine Million bisheriger CDU-Wähler und viele Hunderttausende ehemalige SPD-Wähler sind zur AfD abgewandert. Es spricht kaum für die Lauterkeit, sondern eher für die verzweifelte Hilflosigkeit, der ihrer eigenen verfehlten Ideologie aufgesessenen etablierten Parteien, zu behaupten dies seien alles Nazis, ohne dies bereits vorher thematisiert zu haben.

Nicht fremdenfeindlich, sondern gegen feindliche Fremde
Nicht der Diesel und nicht die Klimahysterie vermögen das zu ändern. Der aberwitzige Zuwanderungstsunami integrations-unwilliger und rechtsstaats-verachtender Muslime, die die Integrations-Resistenz eines erheblichen Teils der hier bereits lebenden Muslime noch verstärkt, ist das Problem. Und um gleich den wütenden Diffamierungs- und Verleumdungsanwürfen der linken Demagogen zuvorzukommen: Es geht nicht um undifferenzierte Fremdenfeindlichkeit. Fremde sind eine Bereicherung und stets und herzlich willkommen. Es geht ausschließlich um feindliche, rechtsverachtende und antisemitische Fremde und die sind in der weit, weit überwiegenden Zahl unter den Muslimen zu finden.

Ein besonderer Indikator für das Versagen der etablierten Parteien, ist die Abwanderung von Juden zur neuen Opposition. Die überdeutlich antisemitisch motivierte Delegitimierung des jüdischen Staates besonders durch die SPD und ihre einschlägig berüchtigten Israelfeinde sowie die Islam-affine Politik gegenüber Unrechtsregimen wie dem Holocaust-Leugner Iran und die Anbiederung an die hiesigen muslimischen Judenhasser lässt die Opposition, die mit allen ihren rechten Inakzeptabilitäten als das kleinere Übel erscheinen. Diese Bankrotterklärung der etablierten Politik nehmen wir als Chronisten ohne jedes Präjudiz zur Kenntnis, ebenso wie die zum großen Aufreger ausgewachsene Bildung einer jüdischen Gruppe innerhalb der AfD.
Eine Beschimpfung von Juden, die diesen Entschluss gefasst haben, steht den sich der Verunmöglichungspolitik für jüdisches Leben in diesem Lande seit Jahren fast unwidersprochen andienenden jüdischen Funktionsträgern, die es bis heute nicht fertiggebracht haben ihrer Freude Ausdruck zu verleihen über die einzig geschichtlich richtige Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, Jerusalem als ewige und legitime Hauptstadt des Staates Israel anzuerkennen, nicht zu.
Besonders fragwürdig ist eine Kritik an der jüdischen AfD-Gruppe seitens der für den desaströsen Zustand in unserem Staate, in dem jüdische Schüler vor den Augen der Lehrer, Behörden und Elternvertreter durch Muslime von deutschen Schulen geprügelt werden, verantwortlichen etablierten Parteien.

Ist die SPD wirklich besser?
Besonders bemerkenswert und verheuchelt dürfte ein Antisemitismusvorwurf an die neue Opposition seitens einer Partei wie der SPD sein, deren Kanzler Brandt schon anlässlich des sich in diesem Monat zum 45. Male jährenden Jom-Kippur-Krieges und dem auf der Scheide stehenden Überlebenskampf des jüdischen Volkes, den amerikanischen Verbündeten Hilfstransporte an Israel über deutsche Flughäfen verweigert hat und keine Bedenken hatte einen weiteren Genozid am jüdischen Volk in Kauf zu nehmen.
Dass die SPD sich in ihrer Haltung zu Israel und ihrem nicht wirklich zu verhehlenden Antisemitismus der englischen Labour Party bereits massiv angenähert hat, ist kaum noch zu übersehen. Dass sie diese in ihrer Feindseligkeit gegenüber Israel und dem jüdischen Volk trotz der Terroristen-Devotionen und -Anfreundungen eines Steinmeier, Gabriel und Nahles oder der Wasserlügen eines Martin Schulz noch nicht übertroffen hat, mag wohl doch noch an dem letzten Rest einer durch die jüngste deutsch-jüdischen Geschichte auferlegten Selbstbeschränkung liegen.
Die Beispiele der auch heute israel-aversen und islam-affinen Haltung der gegenwärtigen Politik lassen sich von der Unterstützung der antisemitischen UNRWA bis zum Abstimmungsverhalten in der UNO fortsetzen.

Israel und die verbündete USA reüssieren als wirkliche Demokratien und gedeihen erfreulicherweise auch ohne Genehmigung unserer politischen Fehlbesetzungen dank der vernunft-getragenen Politik ihrer sich im Gegensatz zu unseren Politikern hoher Wähler-Akzeptanz erfreuenden politischen Führer Trump und Netanjahu.

Es ist schon bemerkenswert zu wie viel Hass und Ablehnung politisches Versagen gegenüber sichtbarem politischem Erfolg fähig ist.

Dem Staat Israel, dem jüdischen Volk, allen seinen Freunden, unseren Lesern und uns allen wünschen wir Wohlergehen und alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Am Israel Chai!
Ihr Dr. Rafael Korenzecher

http://juedischerundschau.de/kolumne-jr-50/

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.