80. Jahrestag der Reichspogromnacht — eine subjektive Betrachtung


Auch wenn der Monat November in unseren Breiten insgesamt ein eher von elegischer Stimmung getragener Herbstmonat ist und nicht gerade wenige, meist dieser Stimmung entsprechende Gedenktage aufweist, so beinhaltet er doch besonders in der neueren Geschichte Tage der Erinnerung an Ereignisse, die sowohl für Deutschland als auch für die Juden von schicksalhafter Bedeutung sind und maßgeblich zur heutigen politischen Situation beigetragen haben.

Für Deutschland aber auch für die deutschen und europäischen Juden schicksalhaft sind jedoch auch unfraglich die historischen Ereignisse, die jeweils koinzidenter Weise auf den 9. November fielen und von denen insbesondere der 9. November der Jahre 1918, 1938 und 1989 hervorzuheben ist.

Der Hoffnungsfunke, den genau vor 100 Jahren die Abdankung des deutschen Kaiserreichs und das Ausrufen einer Republik Deutschland durch Philipp Scheidemann am 9. November 1918 und zwei Tage später am 11. November 1918 das offizielle Ende des schrecklichen Weltkriegs I mit über 17 Millionen Todesopfern, davon allein 12.000 für das deutsche Kaiserreich gefallenen Juden, in dem geschundenen Europa für einige wenige Jahre aufkeimen ließ, wurde sehr bald wieder zertreten.

Er wurde brutal zertreten von der durch Deutschland selbsterwählten braunen Nazi-Herrschaft, dem antisemitischen Terror der Pogromnacht des 9. November 1938 und der folgenden Ermordung von 6 Millionen europäischen Juden durch deutsche Nazischergen und ihre bereitwilligen Helfer aus unterschiedlichen Nationen.

Mit dem 9. November 1989 konnte durch den Fall der Berliner Mauer die in der Folge des 2. Weltkrieges entstandene Teilung Deutschlands überwunden und Freiheit und Demokratie für alle, auch für die jüdischen Bürger des wiedervereinten deutschen Staates geschaffen werden.
Staatstragend und symbolhaft für den freiheitlichen Geist des neuen , demokratischen und wiedervereinten Deutschland war auch die aufrichtige Freude und das weitere Anwachsen der sich in den Nachkriegsjahren nur langsam wieder etablierenden, nahezu ausgemerzten — zum Teil auf eine weit über Tausend Jahre alte Tradition zurückblickenden — jüdischen Gemeinden in unserem Lande.

Gegenwärtig und aus Anlass des 80-Jahres Gedenkens der Reichspogromnacht beherrscht die Juden in diesem Lande vor allem die Sorge, dass diese Republik — allen negativen Erfahrungen der Weimarer Republik zum Trotz — aber auch Europa dabei sind, die Chancen, die die Überwindung des kalten Krieges und der Blöcke für unsere freiheitliche Lebensweise in Überfülle gebracht hat, dauerhaft zu vertun.

Die selbst in schlimmsten Albträumen nicht angedachten Ereignisse der letzten Jahre, in dem sich auf unseren Straßen und in großen Teilen West-Europas ein seit 1945 nicht mehr erlebter Tsunami ungehemmt offenkundig gewordenen, unverhohlenen Judenhasses ergoss , erlaubt uns nicht, auch nur einen Augenblick abzulassen, den — aller Verfolgung und Anfeindung zum Trotz — untrennbaren positiven Beitrag des Judentums an unserem gemeinsamen wertvollen abendländischen Erbe darzulegen.

Der gesamte, von uns heute gelebte und geliebte freiheitliche Lifestyle, unsere geistigen Errungenschaften, unsere Philosophie, unsere politische Kultur, unsere Musik, unsere Literatur , unsere moderne Medizin und unser wissenschaftlicher Fortschritt in fast allen Bereichen wären nicht denkbar ohne dieses gemeinsame Erbe, das mit großer Entschlossenheit gegen alle, den hiesigen Mainstream gegenwärtig leider wieder zunehmend dominierenden antijüdischen Vorbehalte und Anfeindungen geschützt werden muss.

Unbegreiflich, dass Deutschland gerade dabei ist, unser hart und opferreich erkämpftes humanistisches Erbe durch falsch verstandenes Appeasement und undifferenziertes Laisser-Faire den zumeist islamischen Feinden unserer Demokratie und unserer freiheitlichen Lebenswerte nahezu ohne Gegenwehr zu überlassen und gleichzeitig Tür und Tor für ein reaktives Erstarken des rechten Randes zu öffnen.

Juden werden auf unseren Straßen wieder körperlich angegriffen und jüdische Schüler von deutschen Schulen unter duldendem und achselzuckendem Wegsehen der Schulbehörden und nicht-jüdischen Elternräte von zumeist muslimischen Tätern hinausgeprügelt.

Aus Furcht vor einer vermeintlichen Provokation der islamischen Schüler und deren Eltern, denen von vornherein von unserer sich selbst aufgebenden Politik eine niedrige Aggressionsschwelle gegenüber den immer weniger werdenden, nicht dem wahren Glauben des Propheten zugehörigen Mitschülern und Lehrern zugebilligt wird, verzichten unseren Schulen zusehends auf humanistische, abendländische, kulturelle und geschichtliche Lehrinhalte, insbesondere solche zu den Themen Judenverfolgung und Holocaust.

Insgesamt bleibt der ohnehin schon erheblich gefährdete wirklikche Schutz jüdischen Lebens auf unseren Straßen, und die angstfreie Sicherheit unserer Kinder in unseren mit judenfeindlichen und vielfach gewalttätigen islamischen Schülern vollgestopften Schulen auf der Strecke und ist kaum ein Thema für unsere auf dem islamischen Auge einseitig erblindete, nahezu gleichgeschaltete „Der Islam gehört zu Deutschland“ – Politik und ihre Gesinnungsmedien.

Durch die besonders in den letzten Jahren der Merkel-Regierung mit zunehmender Geschwindigkeit gewachsene Islamisierung Deutschlands wurde – unterstützt von unseren links-ideologisch dominierten öffentlich-rechtlichen Mainstream-Medien — durch eine von keiner Ratio nachvollziehbare suizidale Einlasspolitik islamischer Demokratie- und Rechtstaatsverachtung, Frauenentrechtung und eines abgrundtiefen gewalttätigen Judenhasses – Erosionen an unserer freiheitlich westlichen Lebensweise zugelassen, die wir in unserer säkularen, Religions-getrennten und Religions-toleranten Lebenswelt kaum für möglich gehalten haben.

Schlimmer noch — kaum zugelassen ist eine freie Meinungsäußerung und Kritik an dieser entseelten Politik unserer, wie die Wahlen in Bayern und Hessen gerade zusätzlich belegen, sich trotz offensichtlicher massiver Ablehnung durch die Wähler mit allzu durchsichtiger Problem-negierender Koalitions-Akrobatik an der Macht haltenden von der Mitte weit nach links abgedrifteten Regierungs- Koalition, Sie wird mit gesellschaftlicher Ausgrenzung durch die herrschende Politik und ihre Medien sowie durch massives, bis zum Job-Verlust gehenden Mobbing geahndet.

Besonders die Kritik gegenüber der Unkultur des Islam — und zwar fast ausschließlich nur gegenüber dieser — wird massiv kriminalisiert. Kritiker des entseelten Einlasses islamischen Judenhasses müssen sich zunehmend verantworten und werden zugleich von Islam-Anhängern massiv und unter den häufig untätigen Augen unserer Behörden existentiell bedroht.

Währenddessen dürfen islamische Rattenfänger in unserem Lande und in anderen westeuropäischen Staaten in von uns auch noch erheblich geförderten Institutionen zahlreiche Jugendliche auf Demokratie- und Judenfeindlichkeit abrichten. Statt diesem Demokratie-feindlichen Treiben wirksam entgegen zu wirken, verwickeln uns unsere hiesigen Terror-, Scharia- und Islam-Versteher aus Medien und Politik in Scheindiskussionen und beleidigen unsere Intelligenz, indem sie uns vorgaukeln, dies alles wären Einzelfälle und hätten nichts mit dem Islam zu tun — ganz so als hätte der Alkohol nichts mit Alkoholismus gemein.

Dabei ist längst offensichtlich, dass das in unserer Gesellschaften tief verankerte, tradierte antijüdische Ressentiment durch die von den Mainstream-Medien und der Politik hofierte islamische Migrantenszene und die reaktiv wieder auftretenden rechten Krawallmacher eine — nur 80 Jahre nach dem Terror des 9. November 1938 und der folgenden Jahre des nationalsozialistischen Judenmordes — nie geahnte gewalttätige Verstärkung erfahren hat

Jedenfalls haben viele jüdische Menschen in diesem Lande und in West-Europa bereits vielfach die Hoffnung auf eine Zukunft eines würdigen jüdischen Leben für sich und besonders für ihre Kinder in Deutschland aufgegeben.

Emigration der in diesem Lande durch gewalttätigen islamischen Judenhass um ihrer körperlichen Sicherheit Willen hinausgedrängten und mit massiver Förderung unserer Politik durch islamische Immigration ersetzten Juden ist längst — wie selbst staatlich subventionierte jüdische Alibi-Funktionäre einräumen — wieder traurige Wirklichkeit geworden.

Die einseitige, antisemitische geprägte Delegitimierung Israels – des einzigen demokratischen Staates im gesamten mittleren Osten – ist zur schrecklichen Normalität unserer Politik und unserer Medien geworden, während die Bankrotterklärung des Westens gegenüber dem arabischen Terror und den unaussprechlichen dortigen Grausamkeiten durch die gleichen sogenannten Nahost-Experten und Israel-Verurteiler ständig aufs Neue relativiert werden.

Dies alles geschieht nur 80 Jahre nach den antijüdischen Pogromen des 9.November 1938 , der ganz sicher auch in diesem Jahr zu inhaltlich nicht wirklich gemeinten Gedenkritualen und Lippenbekenntnissen unserer mit arabischen Judenmord-Anstiftern und Mördern fraternisierenden Politiker vom Schlage Steinmeier, Nahles und Co sowie ihrer Mainstream-Medien führen wird.

Dass in Konsequenz des bereits wieder in Gang gesetzten Exodus der hier nicht mehr in wirklicher Sicherheit lebenden Juden auch die noch freiheitliche Struktur unserer westlichen Demokratien durch die inneren rechten und die fahrlässig hineingelassenen islamischen Feinde zerstört werden wird , wird von großen Teilen unserer Politik wohl bedenkenlos oder wird einfach ignoriert. Darüber vermögen die hingeheuchelten Gedenkrituale für gute weil tote Juden kaum hinwegzutäuschen.

Nach dem weitest gehenden altersbedingten Versterben der Holocaust-Überlebenden und Gemeinden-Wiederaufbau-Generation, gibt es in den jüdischen Institutionen und besonders im Zentralrat kaum noch Persönlichkeiten mit ausreichend innerem Engagement , Glaubwürdigkeit und hinreichendem Standing oder auch nur genügender Befähigung, um den wachsenden Herausforderungen durch den demoskopischen Umbau dieses Landes und den sich durch massiven Islam-getragenen Judenhass und reaktiven Rechtsruck verschlechternden Bedingungen für jüdisches Leben wirkungsvoll zu begegnen.

Politische Instinktlosigkeit, fehlendes Rückgrat, Opportunismus und falsches Appeasement gegenüber islamischen Judenfeinden und offensichtliche Anbiederung jüdischer Funktionäre gegenüber hiesigen Israel-aversen Parteien, wie etwa der „Kauf –nicht-bei-Juden“ Israel-Waren-Boykott Partei der Grünen und des linken Regierungsbündnisses, führen zu grotesken Basis-fernen, auf dem linkien Auge erblindeten Entgleisungen der eigentlich als jüdische Interessenvertretung angedachten jüdischen Organisationen und des seit den Tagen eines Galinski und Bubis seinen Namen nicht mehr verdienenden Zentralrats der Juden.

80 Jahre nach dem Horror der Reichspogrom-Nacht und des folgenden Nazi-Horrors ist Deutschland ganz im Sinne der Nazis auf dem besten Weg kein Ort für Juden mehr zu sein — und das keinesfalls wie man uns simplifizierender Weise glauben machen will, wegen der allzu einseitig gescholtenen und am offiziellen Gedenken gehinderten neuen Opposition.

Diesen traurigen Verdienst kann sich unsere gegenwärtige links-ideologisierte Islam-affine Politik nahezu ganz allein zuschreiben .

Dr. Rafael Korenzecher

3 Kommentare

  1. Das „Siedlungsgebiet“ Schland ist auch für manche Nichtjuden kein Land mehr, sehr geehrter Dr. Korenz.
    Mein Bruder konnte bereits vor 3 Jahren als Lehrer nur einem Disziplinarverfahren wegen des Vorwurfs „rassistischer Äußerungen“ aus einer einschlägig bekannten Bevölkerungsgruppe durch Pensionierung entgehen. Er hatte Ludwig Uhland zitiert. Und er kannte seine Pappenheimer im Oberschulamt, ja genau, die Menschenfreunde mit dem grünen Parteibuch. Immerhin hat man ihm dieses Hintertürchen gelassen, heute käme er nicht mehr so billig davon. Ich selbst bin offenbar (Genaues weiß ich nicht) durch die jahrzehntealte Freundschaft mit einem AfD-Politiker ins Visier der ortsansässigen „Aktivisten“ geraten, mein Fahrzeug wurde regelmäßig beschädigt (jetzt habe ich keins mehr, fände wohl auch keine Versicherungsgesellschaft bezüglich Kaskoschutz), an meinem Wohnhaus wurde mittels Spraydose „enthüllt“, daß hier ein Nazi wohnt (mein Vermieter war sehr böse- auf mich! Und überhaupt sei die Wohnung zu groß für mich, meint er) und Hundekot finde ich schon mal im Briefkasten mit dem dezenten Hinweis, daß man mich schon noch kriege. Nur gebrannt hats noch nicht. Wie bei meinem Freund. Noch nicht. In die Stadt gehe ich nicht mehr wegen Anpöbeleien und die Polizei teilt mir bedauernd mit, daß man da halt wenig machen könne, wenn ich diese Personen noch nicht mal kenne. Und sie packen und zum Kadi schleppen ist mit knapp siebzig schon etwas problematisch. Und ich soll es nicht so eng sehen, könne auch Zufall sein. Meine Nachbarn grüßen zwar noch, sind ansonsten aber deutlich distanzierter als früher, ein paar freundliche Sätze sind nicht mehr drin. Dies alles geschieht im Jahre 2018 in einem „ruhigen“ Städtchen im Speckgürtel von Hamburg.
    Ich erfahre nun, was man so unter „sozialer Ausgrenzung“ versteht nach einem engagierten Arbeitsleben im sozialen Bereich und nicht gerade geringen Steuerzahlungen. Und aus der Geschichte weiß ich, daß es dabei nicht bleiben wird, so wenig wie „nur“ bei einer Reichsprogromnacht.
    „Zentrale Unterbringung“ fordert ein Linker für ganz Bestimmte https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bayernwahl-2018-kandidat-der-linken-die-rechtsextremen-sind-das-problem-sie-wollen-sich-nicht-integrieren-a2669164.html
    und seine Gesinnungsgenossen anderswo schaffen längst Tatsachen https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112822562/Amsterdam-siedelt-Schwulenhasser-aus.html
    Das Prädikat „Hasser“ hat man ziemlich schnell heutzutage.
    Und wenn ich den stellv. Fraktionsvorsitzenden der CDU, Harbarth zum Migrationspakt vernehme, weiß ich: Es ist Zeit zu gehen. Der Mann soll demnächst Vize des BVerfG werden und damit auch Nachfolger Voßkuhles.

    Lieber Herr Dr. Korenz, entschuldigen Sie bitte meine vielleicht kompromittierende Wortmeldung. Es mußte einfach raus. Und niemand soll soll später sagen können, er habe von nichts gewußt.

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  2. Vielen Dank für Ihren Kommentar, der nur stellvertretend für die steigende Zahl inhaltlich gleichsinniger beschämendster Situationsabeschreibungen der leider längst entstandenen bundesrepublikanischen Wirklichkeit ist, die die Jüdische Rundschau und die ich auch an anderer Stelle erhalten. — Mit besten Grüßen drk

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  3. Es erleichtert mich, Dr. Korenz, kein „Einzelfall“ zu sein.
    Eine Anmerkung sei mir noch gestattet: Wie vermutlich diese „anderen“ auch, bin ich keineswegs ein erzreaktionärer Knochen, der seinen Kaiser Wilhelm wieder haben will. Sondern Freiberufler, im eigentlichen Sinne libertär und ein Anhänger Hayeks, Thomas Hobbes und John Locke habe ich gründlich kennengelernt zu der glücklichen Zeit, als in Schland Gymnasien noch Gymnasien waren. Weswegen ich später auch nie hinterm Busche hielt, daß mir in diesem Land jeder willkommen ist, egal welcher Religion er anhängt oder welche Farbe er hat. Nur den Verstand, die Gepflogenheiten und Gesetze seines Gastlandes hat er zwingend zu achten und seine Rechnungen gefälligst selbst zu bezahlen. Wie wir leicht sehen, sind bei den sog. Eliten Schlands solche grundlegenden Selbstverständlichkeiten des gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht mehr bekannt. Ich glaube, marschierte ich mit einer Hakenkreuzfahne, im braunen Hemd und mit Schaftstiefeln Parolen schnarrend durchs Städtchen, würden sie mich allenfalls verspotten und die kostümierten Büttel mich anschließend in die städtische Psychiatrie verbringen. Über Leute wie mich lachen sie aber nicht. Gerade solche hassen sie abgrundtief. Oder um es mit Broder zu sagen: Spieglein, Spieglein an der Wand…

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